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Part 2/4

 

 

Firella und der Brunnen der Wahrheit


[2/4]

 

 

In den Augen ihrer früheren Dienstschar – fünf Zwergen und sieben Mägde – konnte sie eine Mischung aus Verwirrung, Schock, Überraschung und Freude erkennen.

„Sie sind wieder da, Eure Hoheit!“, jubelte ein Zwerg, erst vorsichtig, dann etwas lauter und alle nahmen zum Gruße ihre blauen Hüte von den silber-weissen Haaren. „Was ist mit Euch geschehen?!“, platzte eine Magd heraus und musterte die Frau verwirrt von oben bis unten. „… Hätte sie nicht diese eis-blauen Augen, würde ich mich weigern zu glauben, dass sie es ist…“, dachte ein Zwerg bei sich.

„Wo bist du gewesen??“, kam es donnernd aus einer dunklen Ecke des Raumes. Die Dienerschar zuckte vor Schreck zusammen, die Frau jedoch drehte sich nicht einmal um Augenblicklich herrschte Totenstille…

„Macht euch an die Arbeit und stört mich nicht, ich habe zu tun!“, wies die Frau ihre Dienerschar an.

„Wo du gewesen bist, habe ich gefragt…?“ Die Stimme war nun leiser und wärmer, doch sie war auch genau hinter ihr. Langsam drehte sich die Frau um und sprach: „Liebste Magierin, ich war fort …“ „Das habe ich wohl gemerkt!“, antwortete diese, „du hast viel zu viel Farbe!“

Die Frau nickte. Sie musterte ihre schöne Magierin – der schlanke Wuchs, doch dabei recht groß, die klaren Augen und die langen dunkel-blauen Haare. Dann sagte sie: „Lass mich nun alleine. Ich habe zu tun!“

„Ich weiß!“, nickte die Magierin, welche eigentlich den Titel ‚Wahrsagerin’ eher verdiente. Langsam schritt sie aus der Halle. Die Magierin war schließlich etwas älter und weiser als die Frau und beide waren sich darüber im Klaren.

Vor dem Tor drehte sie sich plötzlich um und sah der Frau geradewegs in die Augen. „Fae Fabala.“, murmelte diese gerade und das Glastor begann sich zu schließen… Nun blickte die Frau auf.

Altes Eis-Blau traf direkt auf junges Eis-Blau. „Wenn es sich richtig anfühlt, dann ist es auch richtig…“, sprach die Magierin noch aus, bevor sich das Tor ganz schloss.

Nun war die Frau alleine in der großen Halle. Niemand außer ihr hatte dort freien Zugang und nur mit ihrer Erlaubnis wurden Besucher zur Audienz zugelassen.

Die großen kristallenen Fenster, gemustert mit Saphiren, brachen das Licht in tausend kleine Sterne, sodass das Herz bei dieser Weidung im Licht fast zu schmelzen drohte.

Die Frau ging langsam auf die Mitte der Halle zu – kurz bevor sie diese jedoch erreichte, hielt sie inne und schaute auf den Boden vor sich. Exakt in der Mitte der Halle war eine weisse Rose in Parkettboden eingeritzt und bemalte worden.

 


 

25.7.08 00:25
 


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